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Als wir zum ersten Mal von der Aktion des gemeinnützigen Vereins „Cycling for Kids“ gehört hatten, dachten wir sofort, das wäre doch ein schönes Abschluss-Event für das Team TOUR. Einerseits natürlich, weil statt eines Startgeldes eine Spende zugunsten der Elterninitiative krebskranker Kinder in Koblenz e.V. (EIKKK) erbeten wird, andererseits aber auch, weil es das Everesting auch sportlich einfach in sich hat. Die Idee der Veranstaltung ist gleichermaßen einfach wie genial – einer der vielen Hügel in der Vulkaneifel wird an einem Samstag zwischen 7.00 und 17.00 Uhr zum Mount Everest erklärt und es gilt diesen, allein oder im Team, so häufig zu bezwingen, bis letztlich die 8.848 Höhenmeter auf dem Tacho stehen. Welchen der insgesamt sechs zur Verfügung stehenden Anstiege man wählt (es stehen insgesamt fünf Varianten für das Rennrad und eine für das Mountainbike zur Auswahl), ist dabei völlig unerheblich – am Ende zählen nur die kumulierten Höhenmeter.
Nachdem Thomas und ich gesundheitlich noch ein wenig angeschlagen waren, beschlossen wir nicht auf Meereshöhe, sondern in etwa auf Höhe des Mount Everest Base Camp I zu starten, dafür aber natürlich ohne künstlichen Sauerstoff J. Die Akklimatisation von trockenen 20 Grad, die gerade noch im warmen Auto herrschten, auf nur noch nasskalte 5 Grad auf dem Rennrad, war zum Glück doch schneller vollzogen als gedacht, ging es doch gleich in den ersten Anstieg. Nach einer ersten knappen Stunde im leichten Nieseldauerregen riss der Himmel dann doch noch etwas auf, sodass wir fortan zwar von vielen dunklen Wolken begleitet vor uns hin radelten, dabei aber weitestgehend trocken blieben.
Als wahrer Hotspot der Veranstaltung erwies sich ein auf dem Hofe des Forsthauses Riedener Mühlen errichtetes Zelt, das nicht nur ein leckeres Kuchenbuffet beherbergte, sondern auch mit warmer Suppe und Heizstrahlern immer wieder die „Bergfahrer“ anzulocken wusste. Nach rund fünf Stunden permanenten Auf- und Abfahrens (gemeinsam rund 4.300 Höhenmeter) hatten Thomas und ich dann unser persönliches Gipfelglück und erklärten den Everest als für bestiegen. Bevor wir uns an den finalen Abstieg machten, sahen wir beim Kuchenbuffet noch einmal nach dem Rechten und trafen dabei u.a. auch auf Marco Bastiaansen, Everesting-Mitinitiator und Vorsitzender des Vereins Cycling for Kids, und – Mitglied des 2014er-TOUR-Teams – die Welt ist wirklich klein! Chapeau, Marco für diese tolle Veranstaltung, die ihr da ins Leben gerufen habt!
Nachdem das Everesting vermutlich unsere letzte Ausfahrt für das Team TOUR gewesen ist, möchten wir uns an dieser Stelle ganz herzlich bei allen bedanken, die das Jahr 2016 für uns zu einer ganz besonderen und unvergesslichen Radsportsaison gemacht haben. Wir danken allen Verantwortlichen, allen Mitarbeitern und allen Unterstützern im Vorder- und Hintergrund der Zeitschrift TOUR für die vielen schönen Momente, Eindrücke und Erfahrungen, die wir in den letzten Monaten sammeln durften! Des Weiteren danken wir allen Sponsoren für die Bereitstellung der bis ins letzte Detail durchdachten und perfektionierten Ausrüstung! Unseren Teamkollegen danken wir für die vielen schönen gemeinsamen Stunden auf und neben dem Sattel! Und last, but not least, danken wir unserem Teamchef Uwe Geißler – vielen vielen Dank lieber Uwe für all das, was Du uns überhaupt erst ermöglicht hast! Es war eine unglaublich tolle Zeit im Team TOUR!

Lothar und Thomas

 

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